Lukullische Genüsse und literarische Ergüsse

Gastronomie Literatur

Seit 15 Jahren gibt es das Café Goldmund am Bahnhof Ehrenfeld nun schon. Es ist schon fast eine Institution im Viertel. Vor allem die regelmäßig stattfindenden Literaturveranstaltungen, wie die „Sponantlesung“ erfreuen sich großer Beliebtheit.

Klaus Formanowicz hat es gegründet. Der Sozialpädogoge und ausgebildete Tischler hatte die Idee ein „kulturelles Café“ zu eröffnen und schaltete eine Annonce in der Stadtrevue, suchte einen Partner für das Unternehmen. Es meldete sich Betriebswirt Ulf Nitribitt. Nach einem Jahr der Suche fanden die beiden schließlich das passende Lokal in der Glasstraße. „Damals war Ehrenfeld noch Sanierungsgebiet“, erinnert sich Formanowicz. Dort, wo seit 2006 der ans Café angeschlossene Biergarten ist, war vorher ein wilder Schotterparkplatz. Mittlerweile gehört der Biergarten im Sommer zu den idyllischsten Plätzen im Veedel.

Klaus Formanowicz hat das Café Goldmund gegründet. (Foto: Brand)

Der Name des Cafés „Goldmund“ geht natürlich auf Hermann Hesses Erzählung Narziß und Goldmund von 1939 zurück. An allen Wänden des Lokals stehen Bücherregale, das Ambiente erinnert an ein gemütliches Wohnzimmer. Doch die Bücher – Belletristik, Lyrik, Reiseliteratur und Bildbände –  sind nicht nur Deko. Die Gäste können drin schmökern, und die Bücher sogar mit nach Hause nehmen. Aber: wenn sie ausgelesen sind, sollen die Leser sie entweder zurückbringen oder weiterverschenken. „Bookcrossing“ nennt sich das Ganze.

Wem zuhause das Lesematerial ausgeht, wird im Café Goldmund garantiert fündig. (Foto: Brand)

Die separate „Lounge“ kann man für private Feiern mieten. Aber auch das gesamte Café. „Letztes Jahr haben hier ein Paar seine Hochzeit gefeiert, das sich bei uns an Tisch 5 kennengelernt hat“, erzählt er. Rund 80 Personen passen ins Lokal, in die Lounge nochmal 25. Gerade für Tauffeiern wird der Raum gerne genutzt. Vor vier Jahren war der Raum noch eine Garage.

Die separate Lounge kann für Feiern angemietet werden. (Foto: Brand)

„Wir sind gerade dabei uns ein wenig zu erneuern“, sagt Formanowicz. „Wir wollen noch mehr vegane Sachen und Kuchen anbieten und seit letzter Woche sind wir auch auf Facebook.“

Auf der Frühstückskarte gibt es alles was das Herz begehrt: vom klassischen Müsli, über Obst, Lachs bis zur Quiche. Das „Kleine Frühstück“ mit Croissant, Butter und Marmelade gibt es schon für 2, 90, das große Bauernfrühstück mit Kartoffeln, Rühr- oder Spiegeleiern, Speck und Gürkchen kostet 7,90. ein „Armer Ritter“ mit Ahornsirup und Bacon ist für 7,90 zu haben, Pfannkuchen in zahlreichen Variationen ab 5,90, ein Strammer Max für 6,50.

So könnte ein Frühstück im Café Goldmund aussehen. (Foto: Brand)

Die Karte lockt mit international inspirierter Küche, wie zum Beispiel Lachs in Fenchel-Estragon Sauce auf Penne rigate für 9,90, Lammkoteletts von der Krone mit Ratatouillegemüse oder indischen Hackbällchen in Tomaten-Curry-Sauce mit roten und Basmatireis (8,90) oder Spaghetti mit Ratatouille-Sauce und Hirtenkäse für 7,90. Veganer werden mit Sellerieschnitzel im Cornflakesmante auf Mangosauce an Salat für 6,90 Euro oder einem Süßkartoffeleintopf mit Spinat und Kichererbsen, Kokos-Erdnuss-Curry-Sauce (7,90 Euro) begückt.

Café Goldmund
Glasstraße 2
50823 Köln
http://www.goldmundkoeln.de